10 Jul 2017

B. Rieger

Praktisches Gadget für den Teamsport

„Die Idee einer „Schnürsenkel-Halt-Hilfe“ fand ich schon beim Bewerben zum Testen irrsinnig spannend. Gerade als Rugbyspielerin muss man sich am Feld auf die Schuhe verlassen können und da musste ich schon ein paar Mal ungewollt pausieren um die Schnürsenkel (die teilweise sogar doppelt geknotet wieder aufgingen) wieder zu bändigen. Anfangs, als das kleine Paket bei mir zuhause ankam und ich die Jobu’s gleich an meinen Freizeitschuhen ausprobieren wollte, war ich leider ziemlich enttäuscht. Die schwarzen Sneakers sind recht eng geschnürt bei mir und leider passte das Testobjekt dann so gar nicht auf die Lasche – so konnte ich den Schuh nicht fest binden. Das mag vielleicht meinen kleinen 37ern besonders auffällig sein aber auch die Schnürsenkel waren recht dick & rund (Durchmesser in etwa 5 mm) und wollten mit den starren Jobu’s nicht kooperieren. Die anfängliche Verzweiflung hat sich dann aber beim zweiten Versuch mit anderen Schuhen (diesmal schwarze Nike mit flachen Schnürsenkeln) direkt gelegt und nach mehrmaligem Wiederholen hatte ich dann auch den Dreh raus und konnte meine Schuhe schnell und fest binden.

Beim Tragen auf dem Weg zum und im Büro wurde der Schuh mit den Testprodukt, im Vergleich zum anderen ohne, tatsächlich nie locker und man hatte stets einen sicheren Halt. Den Alltagstest hat Jobu’s somit zumindest halb bestanden – da kommt es halt wirklich auf den eigenen Schuh drauf an. Bei genauerem betrachten, herumdrücken und verbiegen von den zwei Helferlein bin ich noch zu dem Schluss gekommen, dass das Material schon etwas zu starr ist. Ich kann mir vorstellen das Kinderhände hier nicht immer die Kraft aufbringen die Schnürsenkel in der Vorrichtung zu versenken. Allerdings wurde das Material bei mir mit der Zeit etwas flexibler.

Travel-Test in die USA : Wie zu erwarten, war es kein Problem die Jobu’s bei den Sicherheitskontrollen an den Flughäfen zu tragen weder in Europa noch in den streng kontrollierten USA (wobei man hier die Schuhe manchmal sowieso ausziehen muss und mit dem Handgepäck übers Band schickt). Gerade beim Stadttrip war Jobu’s praktisch – um die Schuhe musste man sich keine Sorgen machen – weder beim stundenlangen Staunen in Museen, beim Shoppen oder beim Laufen entlang des Lake Michigan. Auch beim Fitness/Krafttraining daheim wurde die Innovation probiert – allerdings bin ich der Meining das Jobu’s da eher überflüssig ist – gerade wenn man sich nicht sehr viel vom Fleck bewegt kommen die Schuhe gut ohne extra Schnürsenkelhalt aus. Allerdings gefallen mir die schwarzen Jobu’s aber gut auf meinen weißen Adidas Fitnessschuhen! Der absolute Härtetest war neben den regelmäßigen Rugbytrainings aber sicher das Sevens Bundesligaturnier der Rugbydamen an dem ich mit Jobu’s am Start war. Laut Schiedsrichter (die Liga ist recht streng was Fremdkörper angeht) sind die Helferlein absolut kein Problem, da das Material als weich genug und als nicht verletzungsgefährdend eingeschätzt werden kann.

Das Anlegen hat bei den Fußballschuhen, die für Rugby getragen werden, ebenso mittlerweile easy funktioniert und die einmal gebundene Schleife hat dann für 5 Spiele am Turniertag bombenfest bis zum Schluss gehalten. Selbst bei intensivem Kontakt oder wenn man mal mit der Schlaufen in den Noppen fremder Schuhe hängen bleibt – der eigene Schuh blieb zu 🙂 Auch meine Teamkolleginnen zeigten reges Interesse an dem Gadget und diskutierten ihre Schnürsenkelproblemchen mit mir. Dabei ist für uns vor allem der Vorteil des schnellen Wiederaufmachens ein riesen Pluspunkt. Die meisten binden die Schleife ja doch doppelt und möglichst fest, haben dann aber lange damit zu tun, den Schuh wieder aufzubekommen. Fazit: Ich bin sehr happy mit Jobu’s. Ich werde sie vor allem fürs Rugby und im Lauftraining auf jeden Fall weiterverwenden.“